Verband kirchlicher Mitarbeitender
der Evangelischen Kirchen
Mitteldeutschlands e.V.

Mitglied im VKM - Deutschland

Sehr geehrte Freunde, Förderer und interessierte Leser,

kürzlich habe ich mal wieder einen Artikel über den Psychologen Friedemann Schulz von Thun gelesen. Sie wissen schon, der Mensch hat ganz viel über Kommunikation geschrieben. Im Zusammenhang mit Kommunikation fiel mir doch dann tatsächlich die Arbeitsrechtskommission der Diakonie Mitteldeutschland ein. Wir alle wissen, dass sich beide Seiten zu regelmäßigen Sitzungen treffen, dass sowohl die Dienstgeber als auch die Dienstnehmer Anträge eingebracht haben, die Inhalte wurden durch eine bekannte Zeitung des kirchlichen Arbeitsrechts bekannt. Aber auf welchem Stand die Verhandlungen sind, wissen die vielen betroffenen Mitarbeitenden der Diakonie Mitteldeutschland nicht, leider! Dabei ist laut Friedemann Schulz von Thun die Kommunikation das Allerwichtigste, daran sollte besser niemand zweifeln.

Es wurde durch die Dienstnehmerseite bekannt, dass ihnen die Kommunikation nach „außen“ untersagt wurde. Wir als VKM-EKM e. V. denken, dass 30 000 Mitarbeitende eben nicht „außen“ sind. Wir alle haben Arbeitsverträge mit diakonischen Trägern, welche wiederum Mitglied in der Diakonie Mitteldeutschland sind. Also, wer es ganz genau nimmt, alles „Insider“. Wir Mitarbeitenden wollen doch lediglich wissen: Gibt es Fortschritte in den oft festgefahrenen Ansichten beider Seiten? Ist es gelungen oder nicht, die hohe Kunst der Kommunikation aufzunehmen und wie im kirchlichen Arbeitsrecht vorgeschrieben, „…gemeinsam im Sinne der Dienstgemeinschaft…“, Lösungen zur Fortschreibung des Arbeitsrechts und der Gehaltsentwicklung zu finden?

Dabei ist der Ansatz, alles ganz still im obersten Geschoss der Geschäftsstelle der Diakonie in Halle auszuhandeln, doch sehr überholt. Wenn wir die AVR DD als „Leitwährung“ in den Gliedkirchen und deren diakonischen Einrichtungen anerkennen sollen, dann ist die Arbeitsweise der ARK DD doch auch eine „Leitrichtung“. Hier ist es ein völlig normaler Vorgang, dass beide Seiten eine Mitteilung auf der jeweiligen Internetseite veröffentlichen, damit z. B. die Mitarbeitenden wissen, was gerade verhandelt wird. Dies ist ein kleiner Schritt, gemessen an der Transparenz in Tarifverhandlungen. Die mitteldeutschen Akteure werden noch lernen müssen, dass 30000 Mitarbeitende informiert werden wollen, nicht nur über die Abschlüsse für die nächsten 2 Jahre. Es geht um die Arbeitsbedingungen und Entgelte so vieler Mitarbeitender – und nicht nur der Mitglieder der ARK DW EKM.

Da komme ich doch zum Schluss gern noch einmal auf Friedemann Schulz von Thun zurück. Er schrieb folgenden Satz:
„Probiere zu würdigen, was dir entgegengebracht wird.“

Sehr geehrte Mitglieder der ARK DW EKM, nehmen Sie sich diesen Satz zu Herzen, gehen Sie mit positivem Beispiel voran, kommunizieren Sie die jeweiligen Anträge, wägen Sie ab, was gehen kann, was kleinschrittig angegangen werden muss. Gehaltssteigerungen und Verbesserungen im Arbeitsrecht sind nichts Besonderes, sondern notwendiger Alltag, um Mitarbeitende zu halten oder von den wenigen vorhandenen Fachkräften Neue zu motivieren, bei einem Diakonischen Träger anzufangen.
Wir wünschen Ihnen viel Erfolg in Ihrer nächsten Sitzung am 05.07.2018!

Markus Böttcher

 

Faire und gleiche Arbeitsbedingungen in allen Diakonischen
Einrichtungen in der Diakonie Mitteldeutschland
durch Arbeitsrechtsetzung im Dritten Weg

Please publish modules in offcanvas position.